Aktuelles

In den vergangenen Tagen wurde rund um die ‚Aluhut-Aktion‘ der Schülervertretung der GSG viel über unsere, aber nur sehr selten mit unserer Schule gesprochen.

In der Berichterstattung über diese Aktion tauchen einige Ungenauigkeiten und Fehler auf, die wir hiermit richtigstellen möchten.

Der SV-Wettbewerb ‚Mein Aluhut gegen verstrahltes Gedankengut‘ geht auf eine Initiative aus der Schülerschaft zurück und wird von Kollegium, Schulleitung und der Schulkonferenz der GSG unterstützt. Er wurde vor den Sommerferien in zwei Lerngruppen verschiedener Jahrgangsstufen bereits vorgestellt und inhaltlich diskutiert und sollte nach weiterer inhaltlicher Vorbereitung im neuen Schuljahr an den Start gehen.

Ausgehend von ‚Stay awake‘ in Moers, einer Bewegung, die sich v.a. durch die Verbreitung ‚alternativer Fakten‘ auszeichnet, wurde eine bundesweit angelegte Hetzjagd gegen die Geschwister-Scholl-Gesamtschule angedroht und direkt danach gestartet. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Schule überschüttet mit Hasskommentaren, massiven Beleidigungen bis hin zu konkreter Gewaltandrohung gegen eine Lehrkraft, die den Wettbewerb zusammen mit der Schülervertretung auf den Weg gebracht hatte. 

Die Schule musste klären, wie sie mit der Kampagne der Wettbewerbs-Gegner umgeht. Nach ausführlicher Beratung und Abwägung aller Umstände haben wir uns gemeinsam mit den gewählten Schülervertretern  -  durchaus mit ‚der Faust in der Tasche‘ – entschlossen, den Start des Wettbewerbs nach den Sommerferien auszusetzen und gemeinsam mit der Schulgemeinde das Thema ‚Umgang mit Verschwörungstheorien‘ noch einmal anzugehen. Gleichzeitig haben wir entschieden den Weg in die Öffentlichkeit zu gehen, um über die unsäglichen Strategien verschiedenster Verschwörungstheoretiker zu informieren.

Die Gründe für unsere Entscheidung liegen in der Verantwortung für den Schutz einer ganz konkret bedrohten Lehrkraft und perspektivisch für den Schutz von Schülerinnen und Schülern, die sich mit Fotos an dem SV-Wettbewerb beteiligen wollten.

Wir legen großen Wert auf die Feststellung, dass wir mit dieser Entscheidung ganz ausdrücklich nicht vor der hetzerischen Kampagne einknicken und kapitulieren. Ganz im Sinne einer ‚Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage‘ bleiben wir bei einer klaren Haltung und werden diese auch in Zukunft u.a. durch vielfältige Aktionen und Projekte leben und dokumentieren. Die SV arbeitet an einer Aufarbeitung der Geschehnisse und wird sich nach den Sommerferien mit einer passenden Antwort in Form eines neuen Projektes zurückmelden. Die Schülervertretung erklärt einstimmig, dass sie auch weiterhin klare Kante zeigen wird und und sich nicht mundtot machen lässt.

An dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich bedanken bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern unserer Bemühungen, allen voran bei MdL Ibrahim Yetim, dem Paten unseres Anti-Rassismus-Gütesiegels.

R. Grüter
Schulleiter


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