Tagebuch der Klassenfahrt der 08c (SJ 2010/2011)

Stand: Mittwoch, 08.09.2010


Tagebucheintrag für Dienstag, den 07. September 2010

Hallo liebes Tagebuch, da sind wir wieder ...

Nach einer doch letztendlich eher kurzen Nacht mit mittelmäßig viel / wenig Schlaf gab es um Viertel nach Acht bereits das erste Frühstück. Verschlafen trudelten wir so langsam alle im Speisesaal ein und muffelten ein Brötchen und ein Warmgetränk in uns hinein .. unsere Lebensgeister erwachten nach und nach. Bevor wir den Speisesaal verließen, haben wir noch schnell das Lunchpaket gepackt (manche haben es auch dann schon gegessen *nene*) und dann ging es zur dringend notwendigen Aufräumaktion der Zimmer .. wie es doch manche Leute schaffen können, in noch nicht mal 12 Stunden so ein Chaos anzurichten .. huch .. das waren ja wir :-)

Dann mussten wir uns auch schon wieder fertig machen, denn um halb Zehn wurden wir mit dem Bus abgeholt und nach Borghausen zu dem Kletterpark gefahren. Nach einer halben Stunde Fahrt waren wir mitten in der Pampa und es fing richtig an zu regnen ... aus dem Fenster unseres Buses konnten wir schon einen Teil des Kletterparcours einsehen und dem einen oder anderen blieb der Atem weg, so hoch ging es hinaus. Unser "Klettermaxe" (Chef des Kletterparcours) begrüßte uns und brachte uns die ersten Sicherheitsvorkehrungen nahe: wir wurden in ein Klettergeschirr gesteckt oder besser gesagt gezwängt (es zwickte und zwackte an den unmöglichsten Stellen (Zitat Berfin: "an den beiden Orgeln besonders")) und wir setzen einen dekorativen Helm auf; hierbei war die größte Sorge bei einigen, dass die Haare Schaden nehmen könnten ... bewaffnet mit zwei Karabinerhaken und einer Rolle für die "Abfahrten" stapften wir zur ersten Station: einen steilen Hang am Seil herunterlaufen. Hier ergaben sich schon die ersten Probleme - neben dem Regen von oben flossen die ersten Tränen vor Anspannung, Angst und Erwartung. Aber fast alle haben es geschafft - sie kamen unfallfrei unten an .. unfallfrei blieb es jedoch nicht lange. An der zweiten Station erwischte es unseren Co-Klassenlehrer: eigentlich sollte man am Ende der Seilbahn über den Baumstamm laufen und das Ende der Station erreichen .. irgendwie hatte er das mit dem "Laufen" wohl nicht mitbekommen und als man es ihm noch mal zurief, landete und lief er ins Wasser rein - neben den Baumstamm ... ein sehr angenehmes Gefühl für den Rest des Tages.

Weiter ging es über den Übungsparcours: schwankende Bretter, glitschige Planken und Drahtseile, die als Treppenstufen dienten, stellten eine Menge Herausforderungen dar, die mehr oder weniger locker gemeistert wurden. Aber die anspruchsvollsten Stationen waren die Seilbahnabfahrten, wo man sich überwinden musste, sich einfach in die Tiefe zu stürzen und "drüben" anzukommen.

Doch das war ja nur der Anfang - dann ging es in luftige Höhen; der eigentliche Parcours befand sich in Höhen bis zu 15 Meter; und das war für den einen oder anderen dann doch zu viel; der Großteil der Gruppe hat aber durchgehalten und sich durch alle 35 Stationen gekämpft. Höhepunkt war am Ende die Seilbahnabfahrt über 150 Meter mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 80 km/h ... alle waren ein wenig bleich um die Nasenspitze aber froh und glücklich, den Parcours und zum Teil auch sich selbst besiegt zu haben.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es zur zweiten neuen Sportart - dem Bogenschießen; nach einer zügigen Einweisung in Sicherheit und Technik ging es los; auf 2 Bahnen wurde auf die Scheiben geschossen - oder zumindest wurde es versucht; die Pfeile flogen durch die Gegend und trafen alles - nur nicht die Scheibe! Erst nach einigen Übungsrunden näherten wir uns langsam den Scheiben an und da auch den inneren Bereichen. Die Erfolgserlebnisse stellten sich ein .. und verkürzten uns die Wartezeit auf den Bus, der uns dann wieder zum Regenbogenland brachte.

Florian hatte dann noch ein besonderes Erfolgserlebnis: gleich zwei weibliche Wesen stritten um seine Gunst, eine Brünette ("Joyce") und eine Blondine ("Ayse"). Er konnte sich einfach nicht entscheiden, welches Pferd er lieber hatte.

Dort ging es dann für viele zunächst mal unter die wärmende Dusche - es war doch recht kalt geworden. Das Abendessen rundete unser Tagesprogramm soweit ab und wurde dann noch durch Freizeit bis zum Schlafengehen vervollständigt. Das Fußballspiel Deutschland - Aserbaidschan wurde von uns dann auch noch verfolgt.

Morgen geht es zur Attahöhle - hoffentlich bei etwas besserem Wetter.

Gute Nacht liebes Tagebuch - wir lesen uns morgen wieder!

Joëlle, Berfin, Christina, Paulina und Juliette

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