Norderney-Tagebuch 2009

Freitag, 04. September 2009

Hallo liebes Tagebuch,

irgendwie war es schon ein komisches Gefühl - es ist Freitagmorgen, kurz vor acht Uhr und da waren sooooooooo viele Mitschülerinnen und Mitschüler, deren Eltern und auch noch Unmengen an Lehrern auf dem Parkplatz vor dem Solimare zu sehen. Aber es hatte ja seinen guten Grund - unsere Klassenfahrt nach Norderney stand an :-)

Es war ein hektisches Treiben und lautes Geschnatter, bis dass nun wirklich alle ihre Gruppe gefunden, die noch notwendigen Dokumente an die Klassenleitung übergeben und die neuesten Informationen (von gestern Mittag an !) an die besten Freunde / Freundinnen weitergegeben hatten.

Endlich kamen dann auch die Busse - zwei Doppeldecker für jeweils ca. 65 Personen und ein "kleiner" Bus für die restlichen Mitfahrer. Wir von der 6d hatten zusammen mit der 6c den Bus 2 mit einem netten Busfahrer, der die ganze Fahrt über sehr ruhig blieb und uns sicher nach Norderney bringen sollte.

Alle Gepäckstücke wurden verstaut, die letzten Abschiedsgrüße ausgetauscht und dann setzten sich die Busse endlich gegen 08.30 Uhr in Bewegung. Norderney - wir kommen!

Die Fahrt selber verlief recht ruhig, wir hatten genug Gesprächsstoff, Spiele, Musik und Naschereien, so dass die Zeit bis Norddeich mit einer kleinen Toilettenpause eigentlich wie im Fluge verging. Die Wettervorhersage für Norderney verhieß ja eigentlich nichts Gutes - umso überraschter waren wir, als wir an der Fähre ankamen und die Sonne schien; nur der Wind war recht heftig und sorgte für den einen oder anderen Wackler beim Gehen. Aber das sollte auf der Fähre selber nur noch ein wenig heftiger werden ...

Die Fahrt auf der Fähre sorgte für das eine oder andere grünlich verfärbte Gesicht ... nur gut, dass es bei einer leichten Verfärbung blieb und nichts Schlimmeres passierte. Aber der Seegang war schon recht stark und die Wellen schaukelten die Fähre ganz schön durch - so manches Mal hatten wir arge Probleme uns auf den Beinen zu halten. Leider war die Nordsee auch so stark aufgewühlt, dass wir keine Seehunde sehen konnten. Aber immerhin verirrte sich eine (Lach-)Möwe auf unsere Fähre und begleitete uns fast den ganzen Weg bis nach Norderney. Als wir dann endlich nach einer knappen dreiviertelstunde Fahrt im Hafen anlegten wartete der nächste "Schock" auf uns - bisher hatten wir das für einen Gag gehalten, dass wir noch eine weite Strecke bis zum Heim laufen mussten .. nun wussten wir, dass es die bittere Wahrheit war :-)
 
Also machten wir uns leicht murrend und immer wieder mit der obligatorischen Frage "Wann sind wir denn endlich da?" auf den Lippen auf den Weg zum Jugendheim Detmold - der Wettergott war weiter auf unserer Seite und es blieb auf dem Weg sonnig, trocken und windig.
 
Endlich war es soweit - wir waren da!!! Dann hieß es - ins richtige Haus gehen, Bettwäsche abholen, Betten machen, Koffer holen, Gepäck ausladen. Der schwierigste Teil der "Einzugsarbeiten" bestand zweifelsfrei darin, dass wir unsere Betten alle selber beziehen mussten ... das war manchmal ganz schön problematisch liebes Tagebuch .. aber nach einiger Zeit waren alle Zimmer wirklich komplett eingerichtet und man konnte es einigermaßen "wohnlich" nennen. Mal schauen, wie lange es so bleibt.

Kurz vor dem Abendessen war es dann soweit: das Meer und wir trafen zum ersten Mal aufeinander :-)  Wir wanderten aufgeregt den Weg durch die Dünen entlang; das Meer riechen konnten wir ja schon länger - aber nun sahen wir es auch endlich. "Das Wasser lief auf" - im Erdkunde-Unterricht hatten wir gelernt, dass das Flut heißt und die auflaufenden Wellen kamen immer wieder ein Stück mehr den Strand hinauf.

Es war einfach nur klasse - der Sand wurde vom Wind über den Strand geweht, das sah richtig cool aus. Und erst die Wellen - Wahnsinn ... leider durften wir jetzt noch nicht ins Wasser rein, aber das werden wir sicher die Tage noch nachholen. Aber auch so haben wir eine Menge schon gesehen - tote Quallen, Treibholz und ein paar Reiter am Strand.

Die Zeit verging wie im Fluge und ehe wir uns versahen saßen wir auch schon beim Abendessen - Fischfilet mit Reis und zum Nachtisch gab es Quark mit Früchten; das war aber nicht so das, was alle gerne essen wollten; ich glaube, da wird der eine oder andere Naschvorrat heute noch mal angeknabbert...

Nach ein wenig Sport haben wir uns dann als Klasse zusammengesetzt und an unserem Tagebuch geschrieben; extra für alle Leser hier :-)

Am Abend lagen wir dann in unseren Betten - schon ein wenig geschafft, aber immer noch fit genug, um die eine oder andere "Gruselgeschichte" mit unseren Zimmergenossinnen und -genossen auszutauschen.

Hach .. nun bin ich müde, liebes Tagebuch - schlaf gut .. bis morgen

Deine Klasse 6d

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