Veränderungen in der Struktur in der Gesamtschule

Wir haben zur Zeit die Chance, wesentliche Veränderungen in der inneren Organisation unserer Schule auf den Weg zu bringen.

Wenn die Gesamtschule den 13-jährigen Weg zum Abitur wählt, dann genügt es die Profilbildung ab Klasse 9 einsetzen zu lassen.

Für die Jahrgänge 5 - 8 soll dann auf jede äußere Fachleistungsdifferenzierung verzichtet werden. Die freiwerdenden Differenzierungsstunden und die Förderstunden können dann nach den Bedürfnissen der Schule für gezielte Förderung unterrichtsbegleitend eingesetzt werden.

Ein weiteres Stundenpotential liegt in dem Bereich der Arbeitsstunden. Für den neuen Jahrgang 5 hieße das auf die bisherige Einteilung zu verzichten und sechs heterogene Klassen zu bilden. Strukturprinzip ist dann nur noch die Einteilung nach Freiarbeits- und Nichtfreiarbeitsklassen. Zusätzlich werden durch Anmeldung bzw. Wahl unterschiedliche Förderfelder berücksichtigt. So könnte das bilinguale Förderfeld neben dem musischen und dem mathematisch- naturwissenschaftlichen Förderfeld stehen. Hierfür stehen die 2 Stunden zusätzlichen Unterrichts des bilingualen Förderfeldes auch den beiden anderen genannten Bereichen zur Verfügung

Die heterogenen Klassen würden in den Förderfeldern eine Homogenisierung innerhalb der Heterogenität erfahren, mit dem Ziel bestimmte Fähigkeiten individualisierter fördern zu können. Eine An- bzw. Umwahl ist ohne Probleme zu jedem Zeitpunkt möglich

Die unvergessenen Ziele der Klassenbetreuung wären auf diesem Wege ebenfalls wieder einzuführen: Tandemmodell, konzentrierter Lehrereinsatz, feste Bezüge zwischen Klasse und Klassenlehrer über 4 Jahre, Wiederbelebung des Selbstlernzentrumskonzeptes etc.

Hinzu käme dann eine Förderung nach Notwendigkeit in unterschiedlichen Feldern aber nicht mehr in getrennten Förderkursen, sondern unterrichtsbegleitend mit doppeltem Lehrereinsatz und anderen Maßnahmen. Wichtig hierbei ist, dass sich KollegInnen spezialisieren können und dass der Zeitraum der Förderung bei den Schülerinnen und Schülern der Entwicklung entsprechend unterschiedlich sein kann (finnisches Modell).

Eine solche Umstrukturierung kann natürlich nur schrittweise vollzogen werden.  Es gibt keinen Zeitdruck bei der Umstrukturierung, da wir Jahr für Jahr dieses Modell aufbauen können und für die Organisation der Ablösung der Fachleistungsdifferenzierung dann noch zwei Jahre Zeit haben.

Eine schnelle Grundsatzentscheidung für das Modell ist allerdings nötig und die Erarbeitung der Struktur des 5. Jahrgangs. Alles weitere kann dann in Ruhe entwickelt werden.

Ergänzt werden muss dieses Modell gleichzeitig durch die Schulregeln, die ein geeignetes Lernklima schaffen sollen.

Erreicht werden sollen:

  • die Verbesserung der Arbeitssituation auf Kollegiumsseite

  • die Berücksichtigung der PISA-Ergebnisse mit der Hoffnung mehr Schülerinnen und Schüler zu besseren Leistungen zu bringen und motivierter zu arbeiten.

  • die Möglichkeit mehr selbstständiges Lernen der Schülerinnen und Schüler zu fördern

  • ein Added Value für die Wahl unserer Schule zu schaffen

Dr. B. Mielke - Mai 2005

Publiziert am: Sonntag, 18. September 2005 (2380 mal gelesen)
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