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Dass unsere Schule ein großer Betrieb ist, hat der sechste Jahrgang schon lange gewußt. Über eintausend Personen, Schüler, Lehrer, Eltern, Schul- und Mensapersonal gehen hier täglich ein und aus!
Da wird schon einiges benötigt an Strom, Wasser und Heizenergie, damit das Lernen gelingen kann. Und sicherlich fällt bei so vielen Menschen auch einiges an Abfällen an, die entsorgt und beseitigt werden müssen!
Doch wieviel ist das eigentlich alles zusammen genommen an unserer Schule? Und was kostet das insgesamt? Und pro Schülerin oder Schüler? Woher kommen unser Strom, das Trinkwasser und die Heizenergie und wieviel Kohlenstoffdioxid wird dabei in die Atmosphäre geblasen?
Das sind Fragen, deren Antworten kaum ein Schüler kennt - aber meistens wissen auch die Lehrerinnen und Lehrer nicht ganz exakte Antworten auf diese Fragen.
Den Energiehunger unserer Schule und dessen Folgen für die Umwelt genau unter die Lupe zu nehmen - das ist die Konzeptidee des "Klimatages", der im Rahmen des Moerser Klimaschutzprojektes "KliMo" mit den 150 Schülerinnen und Schülern des sechsten Jahrgangs und ihren Lehrerinnen und Lehrern am 27. April 2017 durchgeführt wurde, unterstützt durch die KliMo-Berater von ectoteam NRW, Herrn Pelzer und Herrn Halbrügge.
     

Der Jahrgang hat in dreißig Kleingruppen verschiedene Messungen durchgeführt und eine Bestandsaufnahme des Energieverbrauchs und des Wassers in den Schulräumen, den Toiletten usw. gemacht, die überraschende Einsichten ans Licht brachten: Wir können viel Energie und Wasser sparen und eine Menge weniger Abfall produzieren, wenn wir uns bemühen! Wusstet ihr, dass jeder von uns für knapp 80 Euro Strom im Schuljahr verbraucht? Nur in der Schule, ohne Frizeit und Ferein zu Hause! Bei der Stromherstellung für die GSG fallen rund acht Tonnen Kohlenstoffdioxid im Jahr an. Das würde mit Ökostrom gleich null Tonnen sein!

"Momentan leben wir auf zu großem Fuß, was unsere Ökobilanz angeht. Gerade auch hier in der Schule! Der Klimatag kann uns helfen, sich das bewusst zu machen und sollte uns helfen, aktiv und klimaneutral zu leben, indem wir auf wichtige Kleinigkeiten achten .... viele Kleinigkeiten ergeben insgesamt ein großes Ergebnis," meint Hubert Engels, Fachlehrer für Naturwissenschaften und Kunst, der den Tag gemeinsam mit KliMo ins Leben rief.
Die Bestandsaufnahme ist nur der erste Schritt beim "Klimatag". Der zweite muss sein: Was kann besser laufen? Wo können wir die Umwelt entlasten? "Das Einsparpotential der GSG ist lange noch nicht ausgeschöpft.  Aber die Schule ist bereits auf einem guten Weg," sagen Halbrügge und Pelzer vom ecoteam NRW.
Auch die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen sehen ihre Schule nun mit ganz anderen Augen: "Wir können vieles besser machen: Dauerlüften bringt gar nichts, pure Energieverschwendung! Wir haben zwar Bewegungsmelder, aber die schalten erst nach zwanzig Minuten das Licht ab - warum? Natürlich schalten wir jetzt persönlich zur Pause ab, Ehrensache! Und wenn wir so unsere Müllberge in der Klasse und in der Mensa sehen, da muss dringend etwas passieren!" Das ist noch ein weiter Weg, aber der Anfang ist gemacht!
Der Klimatag hat gezeigt, wo es brennt und was getan werden müsste. Er war ein voller Erfolg und ist zur Nachahmung empfohlen: "In einer Klimaprojektwoche sollte die gesamte Schule möglichst bald auf der Grundlage der Ergebnisse des Klimatages weitere Überlegungen für eine umweltgerechte Schule machen und in die Tat umsetzten!" Darin waren sich am Ende des Tages alle Beteiligten einig.

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